Letzten Sommer hat es noch die kleine Sandkastenschale getan, für dieses Jahr sollte es ein großer DIY Sandkasten werden. Also habe ich den frühen Frühling genutzt und bereits im Februar meine Pläne im Garten umgesetzt.

Wichtig war mir eine individuelle Form des Sandkastens, die sich gut in unseren vorhandenen Garten einfügt, eine Umrandung aus Holz und ein Sonnenschutz für die Kinder.

Tag 1:

Am ersten Tag mussten zu aller erst die vorhandenen Büsche umgepflanzt und ein paar Steinplatten entfernt werden. Außerdem musste die Erde raus. Und da kam viel raus!

Danach hatte ich die ungefähre Fläche & Form und konnte in etwa bestimmen, wie viele Holzstämme für den „Zaun“ benötigt werden und konnte diese auch das erste Mal Probe stellen. (Anfangs plante ich typische Holzpallisaden aus dem Baumarkt als Umrandung. Die Stämme fand ich dann aber praktikabler: Man kann sie gleich als Hocker oder Ablage nutzen. Außerdem sind sie doch etwas stabiler als die dünnen Pallisaden).

Tag 2

Die Stämme habe ich in die Erde eingegraben. Damit sie fest stehen, sollten sie etwa 10-20 cm eingebuddelt werden. Zuerst wollte ich oben alle bündig miteinander abschließen lassen, fand es dann aber spannender mit unterschiedlichen Höhen.

Zusätzlich zur Holzvariante habe ich im vorderen Bereich noch ein paar Pflastersteine als schöneren Abschluss und zusätzlich als Mähkante gesetzt. Im hinteren Bereich werden die Stämme dann vom Buchsbaum eingeschlossen.

Ich habe zwei kleine Bereiche von ca. 50-60 cm freigelassen, damit die Kinder einen Ein- und Ausgang in den Sandkasten haben.

Jetzt kam ich dem endgültigen Sandkasten schon näher. Für einen besseren Ablauf von Regenwasser – also als eine Art Drainage – habe ich auf die Erdschicht eine 2-3cm hohe Schicht Mineralschotter gelegt. (das waren bei meiner Fläche ca. 300kg.)

Tag 4

Auf die Schotterschicht habe ich ein Unkrautvlies gelegt, um eben den Wuchs von Unkraut zu verhindern. Vielleicht hält das auch die ein oder anderen Tierchen fern. Damit das Vlies nicht verrutscht ist es direkt an die Stämme getackert worden.

Mir war sehr wichtig, dass die Kinder später im Sandkasten gut von der Sonne geschützt sind. Daher habe ich in die Mitte eine Bodenhülse eingedreht. (Dazu musste in die Mitte des Vlies ein kleines Loch geschnitten werden). Der Sonnenschirm (3 Meter im Durchmesser) hält daran bombenfest.

Dann musste Sand her! Tipp: Holt euch – wenn ihr eine etwas größere Sandkastenfläche plant diesen nicht im Baumarkt. Hier zahlt ihr im Schnitt 3-4 Euro für 25 Kilogramm Sand. Ich bin direkt zum nächstgelegenen Schotterwerk gefahren. Dort habe ich für 1000kg (!) gerade einmal 20 Euro bezahlt.

Ja, der Sandkasten hat knapp 1 Tonne Sand in sich verschlungen. Das unterschätzt man/ich zu Anfang immer…

Abschließend verteilte ich den Sand mit dem Rechen. Das gab den Holzstämmen nochmal zusätzliche Stabilität.

Noch schnell den Sonnenschirm in die Bodenhülse. Fertig! Folgend noch ein paar Bilder des fertigen DIY Sandkasten.

DIY Sandkastenn Ablauf kurz und knapp:

  • Gewünschte Fläche ausheben
  • Umrandung abstecken und ausmessen
  • Schotter als Drainage 
  • Unkrautvlies auf den Schotter 
  • Sand ausbringen (Menge nicht unterschätzen)

Benötigt wird:

  • Unkrautvlies (Amazon.de*)
  • Bodenhülse (Amazon.de*)
  • Baumstämme (vom örtlichen Bauer oder aus dem Sägewerk)
  • Schotter & Sand (am besten im Kieswerk besorgen)
  • Werkzeug (Spaten, Rechen, Hammer, Tacker / Nägel)
Dominik Geisler

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